Du reagierst fast schon religiös auf jede Aufgabe, die online in deinem Fachgebiet erscheint, und dennoch bleibt das akzeptierte Angebot oft aus. Woran liegt das? Was machen andere Freelancer besser, was machst du falsch? Es ist Zeit, kritisch auf die möglichen Fallstricke zu schauen, damit du beim nächsten Mal den Auftrag sicher bekommst. Aus unseren Daten der letzten Jahre haben wir die folgenden fünf Ablehnungsgründe destilliert.

Dein Preis stimmt nicht

Kein Auftraggeber ist wie der andere, also stelle sicher, dass du dein Angebot auf die jeweilige Aufgabe zuschneidest. Wenn jemand eine einfache Website für ein Budget von maximal 1000 € anfragt, macht es keinen Sinn, ein Angebot für das Doppelte abzugeben, nur weil du als erfahrener Webdesigner weißt, dass eine gute Website ihr Geld wert ist. Beschreibe immer, was du als Freelancer für das verfügbare Budget leisten kannst, und nenne eventuell die zusätzlichen Leistungen, die du gerne anbieten würdest.

Achte auch darauf, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wenn du über deinen Stundensatz im Vergleich zu deiner Erfahrung und deinen Fähigkeiten unsicher bist, schau dir andere Freelancer in deinem Fachgebiet auf Freelancer.at an, was sie für eine Stunde Arbeit verlangen. Überprüfe deinen Satz auch bei Leuten in deinem Umfeld. Dein Stundensatz sollte selbstverständlich hoch genug sein, um ernst genommen zu werden, und niedrig genug, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Berücksichtige auch, dass Unternehmen im Allgemeinen mehr Budget haben als Privatpersonen, also nochmals: Achte darauf, wer der Auftraggeber ist!

Deine Präsentation ist unklar und unprofessionell

Vielleicht bist du wirklich ein Star in deinem Fachgebiet, aber wer wird das jemals herausfinden, wenn du dich nicht verkaufen kannst? Häufige Gründe von Auftraggebern, sich gegen einen Freelancer zu entscheiden, sind: unklare Angebote, keine Beispiele früherer Arbeiten, vage Ausdrucksweise oder aus anderen Gründen ein unprofessioneller Eindruck. Du hast nur einmal die Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen, also sorge dafür, dass dein Angebot in allen Punkten stimmt. Erwarte nicht, dass der Auftraggeber selbst auf deiner Website nach deinem Portfolio sucht; präsentiere es ihm auf einem Silbertablett. Erwartungen zu übertreffen, ist immer sinnvoll. Wenn du all dies getan hast und der Auftraggeber dennoch angibt, dass er eine bessere Verbindung zu einem anderen Freelancer hat, weißt du zumindest, dass du alles getan hast, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.
 

"Das größte Problem in der Kommunikation ist die Illusion, dass sie stattgefunden hat." 


Du kommunizierst nicht gut mit dem Auftraggeber

Der irische Dramatiker Bernard Shaw sagte einmal: „Das größte Problem in der Kommunikation ist die Illusion, dass sie stattgefunden hat.“ Stelle sicher, dass du klare Vereinbarungen mit einem potenziellen Auftraggeber triffst. Bestätige immer, wie du die Kommunikation verstanden hast, und gehe immer einen Schritt weiter, um Klarheit zu schaffen. Achte darauf, jede Vereinbarung, so trivial sie auch erscheinen mag, einzuhalten. Besonders wenn Auftraggeber und Freelancer sich nie persönlich getroffen haben, ist eine gute Kommunikation die Grundlage für Vertrauen in eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Du passt nicht ins Suchprofil

Manchmal ist eine Zusammenarbeit einfach nicht bestimmt zu sein. Wenn du in Graz arbeitest und dein Auftraggeber in Innsbruck ist, wird er wahrscheinlich schneller jemanden aus der Nähe wählen, auch wenn die Arbeit problemlos aus der Ferne erledigt werden kann. Und wenn jemand einen erfahrenen Texter sucht und du gerade erst anfängst, spielt es in den meisten Fällen keine Rolle, dass du mindestens genauso gut bist wie jeder erfahrene Texter. Das Gleiche gilt für Auftraggeber, die lieber mit Agenturen als mit Freelancern arbeiten. Oder umgekehrt. Glücklicherweise kommt immer wieder ein neuer Auftrag.