Freelancer scheinen die Corona-Probleme endgültig abzuschütteln. Im Vergleich zum Vorjahr steigt ihr Stundensatz durchschnittlich um 6 %. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Freelancer-Plattform Freelancer.at. Marketer und Freelancer im Finanzsektor erhöhen ihren Stundensatz sogar um mehr als 10 %. Bis jetzt liegt der Stundensatz im Jahr 2021 bei durchschnittlich 46 Euro. Im Jahr 2020 betrug er noch 43 Euro.
Freelancer verlangen im Jahr 2021 durchschnittlich €46 pro Stunde, wie aus einer Untersuchung von Freelancer.at anhand von mehr als 10.000 abgegebenen Angeboten hervorgeht. Branchen, die überdurchschnittlich gut abschneiden, sind u.a.: Marketing & Kommunikation (+11 %) und Finanzen & Administration (+13 %). Unternehmen benötigen mehr denn je die Hilfe von Marketern, um ihr Unternehmen in dieser turbulenten Zeit zum Erfolg zu führen. Finanzberater profitieren von den Corona-Hilfsmaßnahmen für Unternehmen, die zusätzliche administrative Arbeit mit sich bringen.
Positive Entwicklungen auch regional gut spürbar
Nicht nur in der Metropolregion, sondern auch in den Provinzen steigt der Stundensatz der Freelancer. In Flevoland wird sogar ein Anstieg von 14 % gegenüber 2020 gemessen. Im Norden des Landes verlangen die Friesen den höchsten Stundensatz (€51). Limburg hingegen liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt und verzeichnet sogar einen leichten Rückgang (-1 %) mit einem durchschnittlichen Stundensatz von nur 42 Euro. Brabant, Nordholland und Südholland unterscheiden sich kaum mit jeweils 46, 47 und 46 Euro pro Stunde.
Amsterdamer Freelancer verlangt höchsten Stundensatz
Betrachtet man die vier Großstädte, so kann man Amsterdam in diesem Jahr als Gewinner ausrufen, so Freelancer.at. Mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 52 Euro verlangen sie den höchsten Stundensatz der vier Großstädte. Rotterdam steht mit 42 Euro pro Stunde am Ende der Liste der Großstädte.
Niels Goossens, Geschäftsführer von Hoodkraan.nl, freut sich über die Ergebnisse der Untersuchung. "Schön zu sehen, dass sich Freelancer nach der schwierigen Zeit 2020 wieder erholen. Sie scheinen sich gut zu revanchieren und den Faden wieder aufzunehmen."
Auch Unternehmer und Start-ups erholen sich
War im Jahr 2020 noch viel Zurückhaltung beim Start neuer Projekte und Unternehmensgründungen zu beobachten, scheint dies in diesem Jahr wesentlich weniger der Fall zu sein. Viele Start-ups sind auf der Suche nach talentierten Freelancern, um ihr Team temporär zu verstärken. Unternehmen wollen einen Neustart hinlegen und entwickeln Wege, flexibler und mehr remote Einnahmen zu generieren. Freelancer.at beobachtet dies ebenfalls auf seiner Plattform.
Freelancer sind zuversichtlich
Freelancer sind generell optimistisch bezüglich der nahen Zukunft. So zeigt es eine Umfrage unter den Mitgliedern von Freelancer.at. Über 75 % der Befragten haben das Gefühl, dass die Corona-Krise derzeit weniger Einfluss auf ihre finanzielle Lage hat als noch vor einem Jahr. 60 % geben an, beabsichtigen ihren Stundensatz 2022 (weiter) zu erhöhen.
Zudem ist der anhaltende Fachkräftemangel ein Grund für Freelancer, ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Dies ist jedoch stark abhängig von der Branche, in der sie tätig sind. Freelancer im Eventbereich beispielsweise haben nach wie vor große Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Mit den anhaltenden Corona-Maßnahmen wird dies vorerst vermutlich so bleiben.
Goossens hofft, dass sich die positiven Trends im Herbst fortsetzen. "Hoffentlich können wir am Jahresende auf eine schöne Erholung aller Branchen zurückblicken. Natürlich hängt dies auch von den Maßnahmen ab, die die Regierung gegebenenfalls ergreift. Dennoch sehen wir auch, dass Freelancer und Unternehmer sich immer besser gegen solche unerwarteten Ereignisse wappnen."
Stundensätze nach Berufsgruppen
Innerhalb der Branchen wurde auch auf verschiedene Berufsgruppen geschaut. Nachfolgend wird die Entwicklung des durchschnittlichen Stundensatzes viel gefragter Berufsgruppen innerhalb jeder Branche dargestellt.
Untersuchungsmethodik
Es ist das zwölfte Jahr in Folge, dass Freelancer.at eine Stundensatzuntersuchung durchführt. Innerhalb der Untersuchung wurde der Stundensatz betrachtet, den ein Freelancer bei der Erstellung eines Angebots angibt. Diese Stundensätze wurden über die vergangenen 9 Monate miteinander verglichen (Januar 2020 - August 2020 und Januar 2021 - August 2021). Die untenstehende Grafik zeigt die durchschnittlichen Stundensätze der letzten 10 Jahre.
Die Stundensatzuntersuchung 2021 wurde von Freelancer.at durchgeführt, wobei alle Angebote auf der Plattform im Zeitraum Januar 2020 - August 2020 mit dem Zeitraum Januar 2021 - August 2021 verglichen wurden. Laden Sie hier den vollständigen Untersuchungsbericht herunter.
Über Freelancer.at
Mit 55.000 Mitgliedern ist Freelancer.at die führende niederländische Plattform für Unternehmer. Freelancer.at wird von Unternehmen genutzt, die temporär auf der Suche nach einem freiberuflichen Profi sind. Auf der Plattform sind mehr als 42.000 Freelancer registriert, die in unterschiedlichen Branchen innerhalb der Unternehmensdienstleistungen tätig sind.
Die Arbeitsweise ist simpel. Ein Unternehmer stellt einen Auftrag auf der Website ein, in dem er beschreibt, was er sucht. Innerhalb weniger Stunden erhält er die ersten Angebote. Der Unternehmer entscheidet basierend auf Angeboten und Referenzen, mit welchem Profi er zusammenarbeiten möchte.
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