Nur 5 Prozent der Selbständigen akquirieren ihre Kunden über digitale Plattformen. Dies ergab die Selbständigen Umfrage Arbeit 2017 (ZEA) von TNO und dem CBS, an der mehr als 6.000 Selbständige teilnahmen. Freelancer.at findet dies interessant, denn gleichzeitig zeigt eine eigene Untersuchung, dass eine aktive Ausrichtung auf digitalen Erfolg bis zu viermal mehr Aufträge einbringt.
Die meisten Selbständigen akquirieren über ihr direktes Netzwerk (mehr als 70 Prozent). Innerhalb des direkten Netzwerks sind sowohl frühere Kunden als auch andere Selbständige von Bedeutung. Besonders im Bauwesen und in der Dienstleistungsbranche unterstützen sich Selbständige oft gegenseitig bei der Auftragsakquise. Die eigene Website ist ebenfalls ein wichtiges Mittel zur Kundengewinnung.
Die Website Mein Online-Identität veröffentlichte im Mai eine Studie, die zeigt, dass Selbständige sich ihrer Online-Identität nicht bewusst sind, während beeindruckende 90 % der Auftraggeber tatsächlich online nach geeigneten Freelancern suchen.
Gestärkt durch diese scheinbar widersprüchlichen Forschungsergebnisse wagt es der Geschäftsführer von Freelancer.at, Niels Goossens, zu behaupten, dass sowohl Auftraggeber als auch Selbständige noch viel Potenzial auf digitalen Plattformen ausschöpfen können. ‚Vielleicht hast du einen Texter in deinem Netzwerk, aber wie wahrscheinlich ist es, dass er mit der Automobilbranche vertraut ist? Wir haben sicher drei von diesem speziellen Typ in unserer Datenbank! Selbständige müssen gleichzeitig in eine ernsthafte Profilierung investieren, damit ihre Qualifikationen online sichtbarer werden.‘
Aus aktuellen Untersuchungen von Freelancer.at geht hervor, dass Selbständige, die sich ernsthaft um Online-Erfolg bemühen und sich maximal mit einem vollständigen Profil, einschließlich Fähigkeiten und Portfolio, präsentieren, bis zu viermal mehr Aufträge erhalten als die Gruppe, die weniger engagiert die Möglichkeiten der Plattform nutzt. Selbständige mit einem Online-Portfolio gewinnen auch bis zu doppelt so viele Aufträge wie die Gruppe ohne.
Der Prozentsatz von 5 Prozent zeigt den Selbständigen eindeutig, wo die Chancen liegen, was absolut Hoffnung für die nahe Zukunft gibt.
Nächsten Monat erscheinen die Ergebnisse der jährlichen Untersuchung zu den Freelance-Tarifen in Deutschland. Die vorläufigen Zahlen deuten bereits auf einige bemerkenswerte Entwicklungen hin.