Wie steht es um deine Unternehmensseite auf Facebook? Wann hast du das letzte Mal ein Update gepostet? Wie wurde dieser Beitrag aufgenommen? Hast du viele Likes oder Kommentare erhalten? Und wie viele Menschen hat der Beitrag überhaupt erreicht? Für viele Freelancer und kleine Unternehmen fühlt sich Facebook mittlerweile wie ein großes digitales Loch an. Man kann viel hineinwerfen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass etwas zurückkommt, scheint immer geringer zu werden.

Mit jedem Beitrag erreichst du 3 - 7% deiner Zielgruppe

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass du keine Angst haben musst, deine Follower mit zu vielen Beiträgen zu überfluten. Mit jedem Beitrag erreichst du nämlich nur drei bis sieben Prozent deiner Zielgruppe. Wie viele es genau sind, hängt von der Qualität deines Beitrags ab. Je mehr Interaktion (Likes und Kommentare) dein Beitrag generiert, desto mehr Menschen werden ihn sehen.

Generiere so viel Interaktion wie möglich

Interaktion ist entscheidend, daher sollten die wenigen Personen, die deinen Beitrag in ihrem Feed sehen, dazu angeregt werden, zu reagieren. Du hast nicht viele Chancen, also zwingt dich das, relevant zu sein und nicht nur zu senden, sondern auch um Interaktion zu bitten. Verwende jedoch keine Tricks und sei aufrichtig. Stelle eine Frage zu etwas, das du wirklich wissen möchtest, oder bitte die Leute, den Beitrag mit Personen zu teilen, von denen du denkst, dass er für sie von Wert ist. Sei klar und erwarte nicht, dass andere von selbst verstehen, was deine Absicht mit dem Inhalt ist.

Facebook bestraft 2018 "Engagement-Bait"

Engagement was? Vielleicht kennst du den Begriff noch nicht, aber die Praxis wird dir sicherlich bekannt vorkommen. „Teile diesen Beitrag und gewinne“, „Tagge einen Freund, der immer zu spät kommt“, „Like, wenn du mit der Aussage einverstanden bist.“ Beiträge, die du als Facebook-Nutzer wahrscheinlich oft ignorierst, die aus geschäftlicher Sicht jedoch manchmal attraktiv und einfach zu erstellen sind.

Facebook kennzeichnet fünf Formen von Engagement-Bait:

  • Vote Baiting: Like- oder Love-Updates

  • Share Baiting: die bekannten Like-, Share- und Gewinnaktionen

  • Tag Baiting: Aufrufe, Freunde zu taggen

  • Comment Baiting: Aufforderungen zu einer spezifischen Reaktion

  • React Baiting: "Like, wenn du zustimmst"

Dein Inhalt wird nicht von Facebook entfernt, aber er wird viel weniger angezeigt.

Also musst du um Interaktion bitten, ohne um Interaktion zu bitten?

Genau, Facebook macht es dir nicht einfacher, aber es zwingt dich, kreativer, origineller und wertvoller zu sein. Du wirst also möglicherweise mehr Zeit und/oder Geld in die Erstellung guter Inhalte investieren müssen, wobei Videos eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Der einfache Weg wird also zunehmend versperrt. Wie Facebook genau seine Algorithmen anpassen wird und welche Folgen dies haben wird, wird die nahe Zukunft schnell genug zeigen.

Immer weniger unbezahlte organische Reichweite über Facebook

Es wird immer schwieriger für Freelancer und kleine Unternehmen, ihre Zielgruppe über Facebook anzusprechen. Eine Untersuchung Mitte 2017 zeigte bereits, dass innerhalb von sechs Monaten die Reichweite von Unternehmensseiten um 20% gesunken war. Facebook testet auch eine separate Timeline für geschäftliche Inhalte. Nur durch das Bezahlen von Anzeigen wird es möglich sein, dass deine Inhalte in der regulären Timeline erscheinen. Insgesamt wird die geschäftliche Nutzung von Facebook für Freelancer und Unternehmen mit begrenzter Zeit und einem limitierten Budget für soziale Medien immer weniger zugänglich.