Am Montag steigst du ins Auto und fährst ins Büro. ‚Guten Morgen, Kollege, hattest du ein schönes Wochenende?‘ Am Dienstagmorgen bereitest du dir zu Hause eine Tasse Kaffee zu und nimmst deinen Laptop zur Hand. Was hast du heute vor? Welche Termine stehen an? Und wie sieht es mit der Verwaltung aus? Heute keine Kollegen, heute bist du der Chef!
Immer mehr Gründerinnen und Gründer starten neben einem Teilzeitjob. Die Sicherheit eines festen Einkommens jeden Monat ist oft der wichtigste Grund. Außerdem profitierst du von den ‚besten beiden Welten‘: Du hast nette Kollegen, aber auch alle Fäden in der Hand. Du hast feste Aufgaben, aber du bestimmst auch deinen eigenen Kurs. Jede Woche sieht anders aus. Dennoch gibt es einige Dinge, auf die du als (angehender) Selbstständiger achten solltest.
Gespaltene Persönlichkeit
Du bist du, egal ob du zu Hause arbeitest oder im Büro. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich in verschiedenen Situationen nicht anders verhalten oder sogar verhalten musst. An einem Tag kannst du Mutter/Vater, Kunde, Angestellter, Unternehmer und ein Fremder sein. Jede dieser Rollen füllst du auf deine eigene Weise aus, wobei du immer mit bestimmten sozialen Konventionen konfrontiert bist. Das gilt auch für die Rollen als Unternehmer und Angestellter.
Sei dir bewusst, dass die Menschen von dir als Unternehmer erwarten, dass du weißt, wovon du sprichst, und dass du dies auch ausstrahlst. Sie erwarten eine professionelle Haltung, die sich sowohl in der Art der Kommunikation als auch in deiner Kleidung zeigt. Kollegen am Arbeitsplatz erwarten hingegen, dass du über die Witze am Kaffeeautomaten mitlachst und gleichwertig über Pläne und Projekte nachdenkst.
Arbeit als Hobby
Du hast aus deinem Hobby deinen Beruf gemacht, aber achte darauf, dass Arbeiten nicht dein einziges Hobby ist! Als Teilzeitbeschäftigter hast du jede Woche eine feste Anzahl an Stunden. Außerdem bleiben dir nur begrenzt Stunden, die du deinem eigenen Unternehmen widmen kannst. Die Zeit, die dir bleibt, kannst du nicht nur für Aufträge nutzen. Was ist mit der Pflege deiner Verwaltung und dem Versenden von Rechnungen? Vielleicht pflegst du auch eine eigene Website oder bist dabei, eine zu erstellen. Und was ist mit Marketing und Networking? All das kostet Zeit.
Die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben ist im Angestelltenverhältnis viel klarer und einfacher zu definieren als die Trennung zwischen Privatleben und deinem eigenen Unternehmen. Arbeit bleibt jedoch Arbeit, also sorge dafür, dass du jede Woche Zeit für andere Hobbys, Freunde und Familie hast. Und vielleicht das Wichtigste: Ruhe.
Zwei Gefahren lauern
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du es gar nicht unangenehm findest, jede Woche mehr als 40 Stunden zu arbeiten. So viel du auch arbeiten möchtest, es ist nicht klug, alles einfach anzunehmen:
-
Deine Verfügbarkeit beeinflusst die Leistung, die du erbringen kannst. Muss ein Auftrag innerhalb von zwei Tagen abgeschlossen sein, ist das für dich vielleicht nicht machbar. Sei ehrlich darüber, was ein Kunde von dir erwarten kann. So verhinderst du unzufriedene Kunden und schlechte Bewertungen.
-
Du führst ein Unternehmen, bei dem es letztendlich darum geht, dass du Gewinn erzielst. Das bedeutet, dass du auch darauf achten musst, wie viele Stunden du arbeitest und wie viel du unterm Strich übrig behältst.
Es gibt also genug zu beachten! Gib sowohl deinem Arbeitgeber als auch deinem eigenen Unternehmen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, und vergiss nicht, auch auf dich selbst, deine Freunde und Familie Rücksicht zu nehmen!