Du bist seit Jahren professioneller Fotograf und hast immer gut davon leben können, aber in den letzten Jahren hat sich einiges verändert. Fotografie ist beliebter denn je, und dank digitaler Kameras und immer besser werdender Handykameras kann heutzutage jeder fotografieren. Wie hebst du dich von der Masse ab und zeigst, dass Qualität doch das gewisse Etwas wert ist?
Auch Fotografen sollten an SEO denken
Bist du ausreichend bekannt? Eine gute Frage, denn wenn das nicht der Fall ist, bleibt es für immer „schön“ ruhig. Wo auch immer sich deine Kunden befinden, eine Website ist unerlässlich, und auch Fotografen müssen an SEO (Suchmaschinenoptimierung) denken. Wenn du am Ende der Liste mit zehntausenden Fotografen stehst, wirst du natürlich nicht gefunden.
Sorge für ein starkes Portfolio
Sobald du gefunden wurdest, ist der Verkauf noch nicht abgeschlossen. Bist du attraktiv und einzigartig genug, und passt deine Arbeit zu dem Teilbereich, den dein potenzieller Auftraggeber sucht? Wenn du beispielsweise auf Porträts spezialisiert bist, wirst du weniger schnell einen Auftrag für ein Interieur-Shooting erhalten. Eine Voraussetzung für ein weiteres Kennenlernen ist also, dass du ein Portfolio hast und dass dieses Beispiel deiner Fachkompetenz eine starke Grundlage dafür ist, was du sein und verkaufen möchtest.
Mund-zu-Mund-Propaganda
Menschen legen großen Wert auf die Meinungen anderer, die bereits deine Fotografie in Anspruch genommen haben. Das Teilen von Erfahrungen erfolgt über zahlreiche Bewertungsplattformen wie beispielsweise Facebook, Google+ und Freelancer.at. Diese Bewertungen müssen gut verwaltet werden, denn schlechte Presse ist tödlich für dein Geschäft.
Halte während all deiner Aufträge die großartige Bewertung, die du am Ende gerne erhalten möchtest, im Hinterkopf. Treffe klare Vereinbarungen und kommuniziere gut. Es ist wichtig zu wissen, welche Ziele dein Auftraggeber mit deiner Fotografie verfolgt, damit du die bestmögliche Arbeit liefern kannst. Sprich auch frühzeitig über die Bewertung, die du benötigst, und animiere ihn oder sie auf eine lockere Weise, später eine Rezension zu schreiben.
Denk auch an Offline-Marketing
Nutze auch Offline-Kanäle! Im Jahr 2016 erhielt ich einen wichtigen Auftrag, weil ein Kommunikationsmitarbeiter eines Ministeriums mein Auto sah und über die Werbung auf der Heckklappe meinen Firmennamen und meine Telefonnummer notieren konnte. Einfach und low-tech, so eine Autowerbung, aber immer sichtbar und somit effektiv.
Sei glaubwürdig
Leidenschaft und Authentizität sind unverzichtbare Eigenschaften, die deine Anziehungskraft und Glaubwürdigkeit fördern. Wenn du selbst Freude an deiner Arbeit hast, einen eigenen Stil zeigst und anschauliche Beispiele hast, werden Auftraggeber gerne mit dir zusammenarbeiten.
Der Preis, den du verlangst, ist meist das geringste Hindernis. Wenn ein Auftraggeber einmal überzeugt ist, dass er dich einstellen muss und niemand anderen, wird ein angemessener Preis gerne bezahlt. Berechne nicht zu wenig. Andernfalls hältst du es nicht lange durch, und es schadet auch deiner Glaubwürdigkeit. Wenn du dich selbst nicht ernst nimmst, tut es ein anderer auch nicht.