Stell dir vor, du befindest dich in einem beeindruckenden Raum – zum Beispiel in deinem eigenen Unternehmen – und hältst deine vertraute Kamera in der Hand. Natürlich fotografierst du alles Mögliche, aber je mehr Fotos du siehst, desto mehr hast du das Gefühl, dass sie nicht ausreichen. Es sind immer nur Teile des Ganzen, Fragmente des Gefühls, das du deinen Kunden in seiner Gesamtheit und auf einmal vermitteln möchtest. Verzweifle nicht! Die digitale Fotografie und die Möglichkeiten der softwaregestützten Nachbearbeitung sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass dieses Ziel vollkommen in greifbarer Nähe ist.
Lass deine Kunden den Raum erleben
Das gleichzeitige und zusammenhängende Festhalten der Umgebung wird oft als 360-Grad- oder Panoramafotografie bezeichnet. Diese Methode bietet besonders dann einen Mehrwert, wenn du deinen Kunden oder Auftraggebern eindringlich zeigen möchtest, was sie von dem Raum erwarten können, den du anbietest. Denk zum Beispiel an ein einzelnes Zimmer, ein Veranstaltungsgebäude oder ein Theater. Aber auch ein noch kleinerer Raum, wie das Interieur eines Autos, eignet sich hervorragend. Dank der 360-Grad-Fotografie kann ein Kunde über einen Bildschirm oder eine VR-Brille das Gefühl bekommen, mitten im Raum zu sein. Sehr praktisch, denn so kann dein Kunde deinen Raum erleben, ohne tatsächlich anwesend sein zu müssen.
Zylindrisches oder sphärisches Panorama
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass deine vertraute digitale Kamera für diese Art der Fotografie geeignet ist. Du kannst mit jeder modernen Kamera relativ einfach aus einem Standpunkt heraus deine gesamte Umgebung fotografieren. Dabei musst du jedoch sehr sorgfältig darauf achten, dass du kein einziges Stück auslässt. Noch besser: Die Fotos, die aneinandergrenzen, sollten sich ein wenig überlappen. So kannst du bei der Nachbearbeitung die Puzzlestücke der einzelnen Fotos recht einfach zu einem Ganzen zusammenfügen.
Du hast verschiedene Optionen: Das zylindrische Panorama ist eine aus einzelnen Aufnahmen zusammengesetzte Rundumsicht, parallel zum Boden. Dabei nimmst du beim Fotografieren nur einen kleinen Teil des Bodens oder des Fußbodens und des Himmels oder der Decke auf. Nach oben und unten schauen ist bei einem zylindrischen Panorama also nicht möglich. Wenn du das möchtest, musst du auch Aufnahmen vom Boden und vom Himmel machen. Nach dem Stitchen (so nennt man das Zusammenfügen der einzelnen Aufnahmen) hast du dann ein sphärisches Panorama. Wenn du ein sphärisches Panorama siehst, stehst du als Betrachter gewissermaßen im Zentrum eines Boxrings. Der von innen fotografierte Raum, den du rundum und von oben bis unten festgehalten hast, ist vollständig sichtbar. Eigenartiges Detail: Du bist selbst nicht zu sehen, denn wenn du nach unten schaust, siehst du keine Schuhe, keine Füße und keine Beine! Es ist, als würdest du unsichtbar über dem Boden schweben.
Noch näher am Kauf deines Produkts
Die 360-Grad-Fotografie ist besonders gut für die digitale Promotion über Websites und soziale Medien geeignet. Neben klassischen Fotos und Videos kannst du deinem Kunden damit im Voraus einen realistischen Vorgeschmack auf das Hotelzimmer geben, das er bucht, das Veranstaltungsgebäude, das er mietet, oder das Auto, von dem er träumt. Die digitale Umgebung sorgt zudem dafür, dass der Kunde selbst die Kontrolle hat; er bestimmt, wohin er seinen Blick richtet, wie lange er sich Teile des Raumes ansieht und wo er hineinzoomt. Der Schritt zum Kauf deines Produkts wird so ein Stück kleiner gemacht.