Sie haben sich für 360-Grad-Fotografie entschieden. Sie haben beeindruckende Panoramafotos Ihres Unternehmens erstellt und diese gut sichtbar auf Ihrer Website platziert. Ihre Kunden können nun direkt über ihr Smartphone, Tablet oder PC in Ihrem Unternehmen umhersehen. Der Erfolg ist garantiert! Oder?
Die Nutzung von Panoramafotografie, also 360-Grad-Fotografie, in der Online-Marketingstrategie Ihres Unternehmens ist oft eine clevere Entscheidung, jedoch gibt es einige Do's und Don'ts, die Sie beachten sollten. Mit diesen Tipps sollte alles gut klappen:
-
Meta-Tipp: Regel so viel wie möglich früh im Prozess. Nachträgliche Korrekturen oder teilweise Neuanfertigungen führen fast immer zu Qualitätsverlust und Ineffizienz. Das bedeutet auch mehr Aufwand und höhere Kosten.
-
Sehen Sie sich in Ihrem Unternehmen sehr kritisch um. Sorgen Sie für eine saubere und ordentliche Umgebung, in der nur Dinge vorhanden sind, die zum Erscheinungsbild Ihres Unternehmens passen. Keine persönlichen Gegenstände von Mitarbeitern, Papier auf dem Boden, defekte Lampen, schmutzige Fenster, Wasserflecken im Teppich usw. Gesunde Pflanzen und frische Blumen hingegen wirken hervorragend.
-
Personal im Bild ist eine Entscheidung. In einem Dienstleistungsunternehmen, wie beispielsweise einem Restaurant, kann dies den hohen Grad an Serviceorientierung des Unternehmens unterstreichen. Denken Sie zum Beispiel an einen Barkeeper, der im Hintergrund das Glaswerk poliert und gegen das Licht hält. Subtil zeigen Sie: Wir sind präzise und frei von Flecken. Alles ist tiptop für Sie, lieber Kunde.
-
Das Licht ist in Unternehmen oft ungleichmäßig verteilt. Schalten Sie daher alle Lichtquellen ein. Das gleicht die Bereiche aus, in die viel Tageslicht strömt, mit dem spärlicheren Licht in den weiter innen liegenden Räumen.
-
Mit HDR-Aufnahmetechnik (high dynamic range) erhalten Sie eine gleichmäßigere Belichtung der Panoramen. So werden sowohl die dunkelsten Bereiche der Räume als auch die sonnige Außenumgebung des Unternehmens, sichtbar durch die Fenster, gut beleuchtet dargestellt.
Achten Sie jedoch auf HDR. Wenn dieser Effekt zu stark eingesetzt wird, erhält er ein clowneskes und unglaubwürdiges Farbschema. -
Panoramen werden in Teilen aufgenommen und in der Nachbearbeitung am Computer zu einem nahtlosen Gesamtbild zusammengefügt. Um ein schönes, gleichmäßiges Gesamtbild zu erhalten, ist es hilfreich, wenn die einzelnen Aufnahmen in Bezug auf die Belichtung nahezu identisch sind. Dies erreichen Sie, indem Sie den Kameraeinstellungen, die dafür entscheidend sind, einen festen Wert geben.
-
Obwohl Sie mit einem Smartphone heutzutage ganz ansprechende Panoramen erstellen können, sind die Möglichkeiten begrenzter und Sie sollten sich fragen, ob dies die Qualität ist, die Sie sich wünschen. In der Regel ist es besser, mit guter Fotoausrüstung von einem Stativ aus zu arbeiten. So erhalten Sie schärfere Aufnahmen, die auch bei der Anzeige auf größeren Bildschirmen bestehen bleiben.
-
Verwenden Sie ein Weitwinkelobjektiv. Damit erfassen Sie viel Bild in einer einzigen Aufnahme, wodurch Sie weniger Einzelaufnahmen benötigen, um ein Panorama zusammenzustellen.
-
Der Punkt, der direkt unter dem Stativ liegt, ist oft eine Herausforderung. Dieser liegt außerhalb des Erfassungsbereichs Ihres Weitwinkelobjektivs, sodass Sie eine Lösung finden müssen, um dieses schwarze Loch im Panorama zu füllen. Sie können beispielsweise in Photoshop einen runden Patch mit Text einfügen oder Teile des angrenzenden Bodens „klonen“ und als Füllung verwenden. Der Betrachter scheint dann über dem Boden zu schweben und kann sich 360 Grad umsehen.
-
Wenn Sie mehrere Panoramen erstellen möchten, machen Sie diese alle am selben Tag. So vermeiden Sie störende Diskontinuitäten in der Serie. Sie möchten beispielsweise nicht, dass der Blick auf einen grünen Garten plötzlich in einen Wintergarten mit Schnee wechselt.
Wenn Sie diese 10 „Gebote“ befolgen, ist eine positive Shock and Awe-Erfahrung bei bestehenden und neuen Kunden garantiert!