Freelancer, die über Payroll arbeiten, stehen auf der Gehaltsliste eines Payroll-Unternehmens. Sie arbeiten jedoch vollständig selbstständig. Sie entscheiden selbst, für wen sie arbeiten und zu welchem Tarif. Auch die Arbeitszeiten legen sie selbst fest. Es gibt jedoch einige offensichtliche Unterschiede zwischen der Arbeit über Payroll und als Selbstständiger.
1. Mit Payroll automatisch gut versichert
Wie bereits erwähnt, stehen Freelancer, die über Payroll arbeiten, auf der Gehaltsliste eines Payroll-Unternehmens. Dadurch sind sie automatisch versichert für Arbeitslosigkeit, Krankheit und Erwerbsunfähigkeit. Sie können sich also auf ein Einkommen verlassen, wenn sie krank oder arbeitsunfähig sind oder vorübergehend keine Aufträge haben. Selbstständige sind diesbezüglich nicht abgesichert. Natürlich können Selbstständige selbst eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen. Eine Studie zeigt jedoch, dass etwa zwei Drittel der Selbstständigen dies aufgrund der zu hohen Prämien nicht tun.2. Mit Payroll keine Sorgen um Rechnungsstellung und Debitorenmanagement
Es ist eine der größten Ärgernisse für Selbstständige: Rechnungsstellung und Debitorenmanagement. Besonders das Bezahlen von Rechnungen ist zeitaufwendig und frustrierend. Die Hälfte aller Selbstständigen hat nämlich mit Zahlungsausfällen zu kämpfen; Auftraggeber, die zu spät oder gar nicht zahlen. Dadurch können die Selbstständigen in große Schwierigkeiten geraten.Mit Payroll muss der Selbstständige sich nicht um die Rechnungsstellung und das Debitorenmanagement kümmern. Sie müssen lediglich ihre geleisteten Stunden und den entsprechenden Tarif an das Payroll-Unternehmen weitergeben. Freelancer.at zahlt sogar aus, bevor der Auftraggeber die Rechnung beglichen hat, nämlich innerhalb von sieben Tagen. Mit anderen Worten: Aufträge werden vorfinanziert.
3. Mit Payroll keine strengen Bedingungen
Um problemlos als Selbstständiger arbeiten zu können, musst du unter anderem die folgenden drei Regeln einhalten:• Du hast drei oder mehr Auftraggeber;
• Du verdienst nicht mehr als 70% deines Einkommens bei einem Auftraggeber;
• Es besteht keine Weisungsbefugnis zwischen dir und deinen Auftraggebern.
Wenn du als Selbstständiger eine dieser Regeln nicht einhältst, kannst du in Schwierigkeiten geraten. Das Finanzamt kann dich als Scheinselbstständigen einstufen, was für dich und deine Auftraggeber zu Bußgeldern und Nachzahlungen führen kann. Dies gilt beispielsweise, wenn du als Selbstständiger nur Aufträge für deinen ehemaligen Arbeitgeber ausführst. Selbstständige, die über Payroll arbeiten, laufen nicht Gefahr, als Scheinselbstständige eingestuft zu werden. Sie können problemlos für einen Auftraggeber oder unter Weisungsbefugnis arbeiten.
4. Mit Payroll kein administrativer Aufwand
Als Selbstständiger hast du viele unternehmerische Pflichten. So musst du beispielsweise eine ordentliche Buchhaltung führen. Diese muss aus folgenden Punkten bestehen:• Hauptbuchhaltung;
• Debitoren- und Kreditorenmanagement;
• Einkaufs- und Verkaufsbuchhaltung;
• Lagerbuchhaltung, falls du mit dem Einkauf und Verkauf von Waren arbeitest;
• Kassenbuch.
Das Finanzamt stellt strenge Anforderungen an deine Buchhaltung. Im Auswerten, Führen und Umsetzen der genauen Vorschriften steckt viel Arbeit. Darüber hinaus musst du als Selbstständiger jährlich, monatlich oder vierteljährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen.
Selbstständige, die über Payroll arbeiten, müssen sich nicht um ihre Buchhaltung kümmern. Wie bereits erwähnt, wird die Rechnungsstellung und das Debitorenmanagement vom Payroll-Unternehmen übernommen. Die übrigen administrativen Verpflichtungen entfallen, da Payroll-Mitarbeiter keine echten Unternehmer sind. So muss der Selbstständige keine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen. Du benötigst auch keine VAR oder Handelsregistereintragung. Das Payroll-Unternehmen stellt dem Payroll-Mitarbeiter die Lohnabrechnungen und Jahresbescheinigungen zur Verfügung.
Fazit
Ob du dich für Payroll oder die Selbstständigkeit entscheidest, es ist wichtig, dass du dich gut über die Möglichkeiten informierst. Letztendlich sind alle Freelancer einzigartig und müssen selbst entscheiden, was die beste Wahl ist.Möchtest du mehr Informationen über Payroll für Freelancer? Lade unser kostenloses Whitepaper über Freelancer.at herunter
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