Als Freelancer ziehst du vielleicht in Betracht, Arbeiten auszulagern. Dies kann sein, um dein Unternehmen wachsen zu lassen, weil du mehr Aufträge hast, als du bewältigen kannst, oder weil dir die richtige Expertise für bestimmte Aufgaben fehlt. Was auch immer dein Grund ist, das Auslagern hat sowohl Vorteile als auch Nachteile.
Gründe für das Auslagern von Arbeiten
Es gibt verschiedene Gründe, Arbeiten auszulagern. So kannst du mehr Aufträge annehmen und dein Unternehmen wachsen lassen. Manchmal erhältst du mehr Aufträge, als du alleine bearbeiten kannst; als Einzelunternehmer kannst du deine Zeit nicht verdoppeln. Dann musst du wählen: einen Auftrag ablehnen oder annehmen und einen Teil an einen anderen Freelancer auslagern. Auch kann es vorkommen, dass ein Kunde mehrere Dienstleistungen wünscht, zum Beispiel eine Website und Texte. In diesem Fall kannst du den gesamten Auftrag annehmen und einen Spezialisten für die zusätzlichen Arbeiten engagieren.
Vorteile des Auslagerns
Das Auslagern bietet verschiedene Vorteile. Es kann dein monatliches Einkommen erhöhen, da du nicht nur deine eigenen Stunden abrechnest, sondern auch Provisionen für die Stunden des Freelancers erhältst, den du einsetzt. Außerdem verhinderst du, dass dein Kunde woanders sucht, was besonders wichtig ist, wenn du gerade anfängst und dein Kundenstamm klein ist. Selbst mit einem größeren Kundenstamm möchtest du Stammkunden behalten, da sie wertvolle Aufträge und gute Zahlungen bringen. Darüber hinaus ist das Auslagern eine sichere Möglichkeit, zu wachsen, ohne festangestellte Mitarbeiter einzustellen, wodurch du nicht an feste Gehälter gebunden bist.
Nachteile des Auslagerns
Das Auslagern kann auch stressig sein. Obwohl es einfach erscheint, kostet es Zeit und Energie, alles gut zu organisieren. Du musst Angebote einholen, Termine vereinbaren und viel mit dem engagierten Freelancer kommunizieren. Diese Kommunikation ist entscheidend, um das Aufgabenpaket klar zu definieren und den Fortschritt zu überwachen. Du bist verantwortlich für die Übermittlung aller Details und musst regelmäßig überprüfen, ob die Arbeit im Zeitplan liegt.
Probleme beim Auslagern
Als Hauptauftragnehmer bleibst du vollständig verantwortlich für die Arbeit deines Subunternehmers. Dies birgt Risiken: Was ist, wenn die Frist nicht eingehalten wird oder die Qualität nicht den Erwartungen entspricht? Du präsentierst das Endergebnis deinem Kunden, daher kann schlechte Dienstleistung deinem Ruf schaden. Außerdem kann es vorkommen, dass dein Kunde spät zahlt, während du den Freelancer bereits bezahlen musst. Dies kann Probleme mit deinem Cashflow verursachen. Stelle daher sicher, dass du mit dem Kunden eine Vorauszahlung vereinbarst oder in der Vereinbarung festlegst, dass du nach jedem Projekt abrechnest. Dies ist besonders üblich bei großen Projekten.
Deinen Kunden an den engagierten Freelancer verlieren
Obwohl du Arbeiten auslagerst, um deinen Kunden zu behalten, kann es dennoch passieren, dass der Kunde direkt mit dem Freelancer zusammenarbeiten möchte, um Kosten zu sparen. Verhindere dies, indem du den Freelancer als Teil deines Unternehmens auftreten lässt. Gib ihm eine eigene E-Mail-Adresse unter deiner Domain, sodass die gesamte Kommunikation über deinen Firmennamen läuft. Verwaltete selbst alle Kontakte mit dem Auftraggeber, um direkten Kontakt zwischen Kunde und Freelancer zu vermeiden.
Tipps für das Angebot und den Zeitplan
Sei sorgfältig bei der Erstellung von Angeboten und der Planung des Zeitplans. Frage zuerst das Angebot des Subunternehmers an, bevor du dein Angebot dem Kunden unterbreitest. So verhinderst du, dass du dich finanziell in Schwierigkeiten bringst, wenn der Satz höher ist als erwartet. Bei großen Projekten ist es ratsam, auch eine Vergütung für das Projektmanagement einzubeziehen. Halte bei der Planung immer einen zusätzlichen Puffer in deiner Zeitabschätzung. Wenn der Subunternehmer beispielsweise sagt, dass die Arbeit am Montag fertig ist, informiere den Kunden, dass es einige Tage später sein wird. Wenn du die Arbeit doch am Montag ablieferst, hinterlässt du einen guten Eindruck. So verhinderst du Enttäuschungen und das Überschreiten des Zeitplans.
Meinungsverschiedenheiten
Während der Zusammenarbeit können Meinungsverschiedenheiten über Qualität, Arbeitsweise oder Richtung entstehen. Mache immer deutlich, dass du der Auftraggeber bist und erwartest, dass der Freelancer denselben Service bietet wie du. Behandle deinen Subunternehmer so, wie du selbst behandelt werden möchtest, und höre auf seine Erfahrungen und Ideen. Zusammenarbeit kann eine wertvolle Erfahrung sein, die dir Einblicke in die Rolle des Auftraggebers gibt. Probiere das Auslagern daher ruhig einmal aus.
Das Auslagern ist jedoch nicht für jeden geeignet. Einige Freelancer sehen es als die Möglichkeit, mehr Gewinn zu erzielen und zu wachsen. Andere arbeiten lieber selbstständig oder scheuen sich vor den zusätzlichen Verantwortlichkeiten. Für sie kann eine Zusammenarbeit mit einem anderen Freelancer eine bessere Option sein.