Als Freelancer gibt es verschiedene Möglichkeiten, dein Unternehmen wachsen zu lassen. Du kannst Aufträge auslagern, Personal einstellen oder eine Zusammenarbeit mit anderen Freelancern eingehen. Letztere Option ist oft weniger stressig als die anderen.

Arbeite mit Menschen zusammen, denen du vertrauen kannst

Eine Zusammenarbeit ist oft weniger stressig als das Auslagern von Arbeit, bei dem du als Hauptauftragnehmer andere Freelancer anheuerst. Bei einer Zusammenarbeit bist du nämlich nicht für den anderen Freelancer verantwortlich; ihr arbeitet einfach zusammen. Es ist am einfachsten, mit Menschen aus deinem eigenen Netzwerk zu kooperieren. Du kennst sie, weißt, wie sie arbeiten, und kannst auf sie vertrauen. Du kannst dich für eine gelegentliche Zusammenarbeit oder ein offizielles Kooperationsverhältnis entscheiden.

Gelegentliche Zusammenarbeit

Der Vorteil einer gelegentlichen Zusammenarbeit ist, dass du sie bei großen Aufträgen in Anspruch nehmen kannst. Du kannst einen Kollegen ansprechen, der beispielsweise Aufgaben übernimmt, die du selbst weniger gut beherrschst, oder der zusätzliche Unterstützung in deinem Fachgebiet bietet. Gemeinsam besucht ihr den Kunden, um den Auftrag zu besprechen, seid zusammen bei der Briefing und arbeitet gemeinsam am Auftrag, auch wenn ihr rechtlich gesehen keine Partner seid.

Stillschweigende Vereinbarung

Möchtest du formeller zusammenarbeiten? Sprich dann mit einem oder mehreren Freelancern oder Selbständigen ab, künftig gemeinsam Aufträge auszuführen. Frage beispielsweise, ob Freelancer aus deiner Umgebung regelmäßig mit dir zusammenarbeiten möchten. Bei einem großen Projekt hast du so geeignete Kandidaten, um den Auftrag erfolgreich abzuschließen. Besprecht gemeinsam die Verträge und erstellt gemeinsam ein Angebot. Zudem profitiert ihr von den Netzwerken des jeweils anderen.

Formelle Zusammenarbeit

Möchtest du langfristig und formell mit anderen zusammenarbeiten, bist du technisch und rechtlich gesehen kein Freelancer oder Einzelunternehmen mehr. Lass dich gut über die Bedingungen informieren, die du erfüllen musst, bevor du offiziell zusammenarbeitest. Du wählst eine Rechtsform, beispielsweise ohne Rechtspersönlichkeit wie eine GbR oder mit Rechtspersönlichkeit wie eine GmbH. Sei dir der Folgen und Verpflichtungen bewusst und ziehe die Risiken in Betracht. Gemeinsam ein Unternehmen zu gründen kann komplex sein.

Wichtige Punkte

Wähle bei der Zusammenarbeit vor allem jemanden, der zuverlässig und verantwortungsbewusst ist. Du möchtest deinen Ruf bewahren und ruhig schlafen können. Arbeite mit jemandem zusammen, den du gut kennst und dem du blind vertrauen kannst. Nichts ist so schädlich, wie von deinem eigenen Team im Stich gelassen zu werden. Dein Partner muss nicht in allen Bereichen wie du sein; es ist gerade wertvoll, wenn ihr euch ergänzt. Zum Beispiel, wenn ihr beide Webdesigner seid, aber du stark in der Gestaltung und der andere in der Programmierung bist. Oder wenn ihr aus verschiedenen Fachbereichen kommt, wie Webdesign und Grafikdesign.

Nutze die Gelegenheit, um mit anderen Freelancern oder Selbständigen zusammenzuarbeiten! Eine Zusammenarbeit kann dir als Freelancer viel bringen. Du kannst größere und andere Aufträge annehmen, die du sonst ablehnen würdest, Aufträge mit einem Sparringspartner besprechen, neue Kunden kennenlernen und neue Fähigkeiten entwickeln. Wenn dir die Zusammenarbeit zu komplex erscheint und du die gesamte Kontrolle behalten möchtest, ist es vielleicht besser, Personal einzustellen, um dein Unternehmen zu erweitern.