Der Einstieg als Freelancer gelingt oft am besten mit einem Teilzeitjob. So behältst du finanzielle Sicherheit und hast genügend Zeit, um deine Freelance-Karriere in Ruhe aufzubauen. Dennoch kann ein Teilzeitjob auch Einschränkungen für das Wachstum deines Freelance-Geschäfts mit sich bringen. Wir besprechen die wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Kombination.
Die Sicherheit eines festen Gehalts
Freelancing gibt dir die Freiheit, dein eigener Chef zu sein, bringt jedoch auch Unsicherheiten mit sich. Ein Teilzeitjob bietet dir finanzielle Stabilität. Arbeitest du beispielsweise zwei bis drei Tage pro Woche, genießt du ein festes Einkommen, das das Risiko des Wechsels zu Vollzeit-Freelancing erheblich verringert. Auch wenn das Gehalt vielleicht nicht für Luxus sorgt, deckt es in der Regel deine Grundbedürfnisse und reduziert den Stress, sodass du dein Freelance-Unternehmen in Ruhe wachsen lassen kannst.
Genug Zeit für Freelancing
Du kannst auch neben einem Vollzeitjob als Freelancer starten, aber dann ist die verfügbare Zeit oft begrenzt. Mit einem Teilzeitjob hast du genau genug freie Stunden, um deine Freelance-Aktivitäten zu entwickeln. Arbeitest du beispielsweise zwei Tage pro Woche für einen Arbeitgeber, bleiben dir drei Tage, um zu freelancen. Fügst du einen Tag am Wochenende hinzu, kommst du fast auf eine Vollzeit-Arbeitswoche für dein eigenes Unternehmen.
Ein sanfter Übergang zum Vollzeit-Freelancing
Durch die Teilzeitarbeit und das Freelancing kannst du schrittweise ein stabiles Kundenportfolio aufbauen. Mit einem zuverlässigen Kundenstamm gehst du mit Zuversicht zum Vollzeit-Freelancing über. Dieser schrittweise Ansatz hilft dir, schneller in den Arbeitsrhythmus zu kommen und dich an deinen neuen Lebensstil zu gewöhnen.
Austausch mit Kollegen
Wenn du Teilzeit in einer Position arbeitest, die zu deinen Freelance-Aktivitäten passt, kannst du oft mit Kollegen austauschen. Bei einem guten Verhältnis sind sie bereit, dir mit Rat und Coaching zur Seite zu stehen. Auch bei praktischen Angelegenheiten wie Buchhaltung und Angeboten kann es nützlich sein, Input von Kollegen zu erhalten, da diese Themen auch in anderen Unternehmen vorkommen.
Nachteile eines Teilzeitjobs neben Freelancing
Die Kombination aus Teilzeitjob und Freelancing hat auch Nachteile, die jedoch weniger gravierend sind als bei einem Vollzeitjob. Du bist möglicherweise nicht immer für Kundentermine verfügbar und kannst aufgrund von Zeitmangel manchmal Aufträge ablehnen müssen. Diese Herausforderungen sind oft jedoch lösbar. Ein größeres Risiko besteht darin, dass dein Teilzeitjob deine Energie untergraben kann, insbesondere wenn dir dieser Job nicht gefällt. Ein unangenehmer Arbeitgeber, Kollegen oder Aufgaben können sich negativ auswirken, wodurch es schwieriger wird, motiviert für deinen Freelance-Traum zu bleiben. Es ist wichtig, dass du mit genügend Energie und Enthusiasmus nach Hause kommst, um an deiner Freelance-Arbeit zu beginnen.
Die Gefahr, in der Komfortzone zu verharren
Wenn du es gut schaffst, beides zu kombinieren und dein Kundenportfolio stetig wächst, ist das fantastisch. Dennoch birgt dies auch ein Risiko: Bequemlichkeit. Da du wenig finanziellen Druck verspürst und mit deinem Teilzeitjob über die Runden kommst, kannst du die Motivation verlieren, dein Freelance-Geschäft weiter auszubauen. Ohne externe Anreize besteht die Gefahr, dass du zu bequem wirst und in einer Komfortzone stecken bleibst.
Bleibe fokussiert auf deine Freelance-Karriere
Es ist entscheidend, den Fokus auf deine Freelance-Karriere nicht zu verlieren. Das kann schwierig sein, wenn dir dein Teilzeitjob gefällt und du eine gute Zeit mit Kollegen hast. Aber wenn du jeden Tag auf deinen Arbeitgeber blickst, kann das ein Anreiz sein, deine Freelance-Arbeit zum Erfolg zu machen. So kannst du letztendlich deinen Job kündigen und voll und ganz auf Vollzeit-Freelancing setzen.