Freelancer sind in verschiedenen Berufen aktiv, wie Fotograf, Webdesigner, Journalist, Texter oder Sekretär. Als Freelancer arbeitest du selbstständig und bietest deine Dienstleistungen an. Das gibt dir Freiheit, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. In diesem Artikel erfährst du, was Freelancing genau bedeutet.
Kein Arbeitsverhältnis oder Arbeitgeber
Das wichtigste Merkmal des Freelancings ist, dass du für dich selbst arbeitest, ohne Angestellte zu haben. Es gibt kein Arbeitsverhältnis oder Arbeitgeber. Du bist ein 'Freelancer' oder 'Selbstständiger ohne Angestellte'; beide Begriffe bedeuten dasselbe. Es sind keine gesetzlichen Rechtsformen und meist arbeitest du als Einzelunternehmen. In Bereichen wie Journalismus, Kommunikation und Gestaltung spricht man oft von Freelancern, während in der Bau- und Metallbranche der Begriff Selbstständiger ohne Angestellte gängig ist. Freelancer arbeiten für mehrere Auftraggeber und nehmen unterschiedliche Aufträge an, die sowohl klein als auch groß und kurz- oder langfristig sein können. Der Einstieg als Freelancer oder Selbstständiger ohne Angestellte kann schnell und ohne Startkapital erfolgen. Wenn dein Unternehmen wächst, kannst du später Personal einstellen.
Großes Gefühl von Freiheit
Als Freelancer bist du niemandem Rechenschaft schuldig, was ein großes Gefühl von Freiheit vermittelt. Du hast Flexibilität in Bezug auf Einkommen und Lebensstil. Du entscheidest selbst, wo du arbeitest, für wen, welche Aufträge du annimmst und was deine Tarife sind. Du kannst deinen Preis auf Stunden-, Tages- oder Projektbasis festlegen. Arbeiten kann vor Ort, außerhalb oder von zu Hause geschehen, und du kannst deine Zeit flexibel einteilen. Egal, ob du ein Morgenmensch bist oder lieber abends arbeitest, alles ist möglich. Du kannst zum Beispiel nachmittags mit deinem Hund spazieren gehen, die Kinder von der Schule abholen oder tagsüber Sport treiben. Dieses Abenteuer ist spannend, kann sich aber manchmal auch beengend anfühlen.
Unsicherheit als Freelancer
Dennoch bringt Freelancing auch Unsicherheiten mit sich. Hast du genug Kunden? Gibt es genügend Aufträge? Werden Rechnungen pünktlich bezahlt? Diese Spannungen musst du aushalten können, denn sie können für schlaflose Nächte sorgen. Zudem ist es schwieriger, eine Hypothek zu bekommen, und du bist vollständig haftbar, nicht nur mit deinem Unternehmenskapital, sondern auch mit deinem Privatvermögen. Du entscheidest selbst, welche Risiken du eingehst und welche Versicherungen du abschließt. Außerdem hast du es mit wechselnden, unsicheren Einkünften zu tun. Im Angestelltenverhältnis hast du hingegen oft ein festes Gehalt, Altersvorsorge, Versicherungen und zusätzliche Leistungen wie ein Auto, Laptop und Schulungen.
Alle Facetten eines Unternehmens
Freelancing bedeutet mehr, als nur deiner Leidenschaft nachzugehen und Aufträge auszuführen. Als Freelancer verwaltest du alle Aspekte deines Unternehmens selbst. Du kümmerst dich selbst um die Akquise und Rechnungsstellung. Als Vollzeit-Freelancer hast du noch mehr Verantwortung, wie die Führung deiner Buchhaltung, die vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung und die Zahlung der Einkommensteuer.
Wenn Unsicherheit nicht dein Ding ist
Selbstständigkeit ist nicht für jeden geeignet. Als Freelancer befindest du dich in einem Dickicht von Hindernissen und Fallstricken. Du triffst Entscheidungen ohne Gewissheit über das Ergebnis. Wenn du vor allem die Schwierigkeiten siehst, könnte Vollzeitselbstständigkeit weniger geeignet sein. Es könnte klüger sein, neben dem Freelancing einen Vollzeitjob oder Teilzeitjob zu behalten. Freelancing neben einem Teilzeitjob kann ideal sein: Du hast dann Raum für Aufträge und behältst gleichzeitig Sicherheit.
Wenn du Unternehmertum als Herausforderung siehst
Siehst du die Unsicherheit des Unternehmertums gerade als Herausforderung? Mach es! Obwohl es manchmal schwierig ist, über Wasser zu bleiben, kann Vollzeitfreelancing sehr erfüllend sein. Es ist fantastisch, morgens aufzustehen und zu wissen, dass du dein eigener Chef bist und deine Zukunft selbst gestaltest.