Möchtest du dein Unternehmen erweitern? Dann ist die Einstellung von Personal ein wichtiger Schritt. Dies bedeutet jedoch eine große Veränderung für dich als Freelancer. Du bist nicht mehr allein, sondern trägst die Verantwortung für mehrere Personen. Daher ist es entscheidend, dass dein Unternehmen bis ins kleinste Detail organisiert ist.
Als Freelancer dein Unternehmen erweitern
Einer der größten Vorteile des Freelancens oder der Selbstständigkeit ist die Flexibilität in Bezug auf Einkommen und Lebensstil. Auf lange Sicht kannst du in Erwägung ziehen, basierend auf deiner Erfahrung als Freelancer ein Unternehmen mit Mitarbeitern aufzubauen. Mit Angestellten erhöhst du die Kapazität deines Unternehmens. Dennoch ist es ein Missverständnis, dass zwei Personen automatisch die doppelte Kapazität eines Freelancers haben. Personal bringt nämlich auch zusätzliche Aufgaben mit sich. Wo du als Freelancer nur mit der Arbeit für deinen Kunden beschäftigt warst, trägst du jetzt auch die Verantwortung für die Führung.
Sorge dafür, dass alles in Ordnung ist
Neben der Führung musst du auch Dinge regeln wie Lohnbuchhaltung, Renten, Steuern, Unfallversicherungen und Verträge. Dies ist entscheidend, sobald du Personal eingestellt hast. Darüber hinaus ist eine gute Buchhaltung unverzichtbar. Wo du als Einzelkämpfer vielleicht nachlässiger sein konntest, muss jetzt alles perfekt organisiert sein. Ein Unternehmen funktioniert nur gut, wenn die Organisation reibungslos läuft: ein geordnetes Kundenverzeichnis, eine übersichtliche Buchhaltung und eine klare Zeiterfassung. Ohne diese Dinge bist du noch nicht bereit für eine Expansion.
Bevor du die Stellenanzeige schaltest
Bevor du deinen ersten Mitarbeiter einstellst, ist es wichtig, dass du dir über all deine Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten im Klaren bist. Hast du deine Buchhaltung in Ordnung? Schalte dann nicht sofort eine Stellenanzeige, sondern schreibe zuerst auf, was alles mit der Einstellung von Personal verbunden ist. Stelle sicher, dass alles in einem Arbeitsvertrag festgehalten ist, in dem die Stellenbeschreibung und die Lohnvereinbarungen klar sind. Beachte, dass du Mitarbeiter im Krankheitsfall und während des Urlaubs weiterbezahlen musst, gemäß branchenspezifischen Regelungen. Für einen gesunden Cashflow musst du diese zusätzlichen Kosten einplanen. Sei dir genau bewusst, wofür du verantwortlich bist, denn der Übergang von einem Einzelunternehmen zu einem Unternehmen mit Personal bringt neue Herausforderungen mit sich.
Teile deine Vision zur Unternehmenskultur
Ist der Arbeitsvertrag unterschrieben und beginnt dein erster Mitarbeiter? Teile dann sofort deine Vision für das Unternehmen. Jedes Unternehmen hat eine eigene Kultur und Identität. Die Umgangsformen können informell oder formell sein. Die Atmosphäre, die Haltung gegenüber Mitarbeitern und Kunden beeinflusst die Leistungen und Ergebnisse. Denke daher im Voraus gut über die gewünschte Unternehmenskultur nach. Bestimme, wie du möchtest, dass das Personal mit Kunden umgeht und welche Werte und Ideale du anstrebst. Ohne eine klare Vision kann zwar ein positives Klima entstehen, aber es ist schwierig, eine unerwünschte Kultur zu verändern.
Beziehung zwischen dir und dem Mitarbeiter
Als Führungskraft ist es wichtig, Autorität zu bewahren und eine gewisse Distanz zu deinen Mitarbeitern zu halten. Es ist meist besser, nicht zu vertraut zu sein. Dies verhindert, dass du in deiner Führungsrolle und bei der Feedbackgabe behindert wirst. Setze klare Grenzen in deiner Toleranz. Kommt jemand oft zu spät, führt die Arbeit nicht ordnungsgemäß aus, ist nicht serviceorientiert oder diskutiert häufig? Sprich diese Person darauf an. Kleine Probleme zu ignorieren kann letztendlich zu einer unhaltbaren Situation führen.
Lerne, dich zu distanzieren
Die Erweiterung deines Unternehmens als Freelancer bedeutet eine große Veränderung. Mit Personal bist du kein Freelancer mehr. Wo das Unternehmen zuvor von deiner Expertise, deinen Fähigkeiten und deinem Namen abhängig war, bist du jetzt Teil eines größeren Ganzen. Um zu wachsen, musst du lernen, dich von dem Unternehmen zu distanzieren. Arbeite auf eine Situation hin, in der jemand anderes das Unternehmen übernehmen kann, ohne dass du direkt involviert bist. Solange das nicht der Fall ist, bist du immer noch ein Freelancer aus Überzeugung, aber mit mehr Muskeln!
Ein Nachteil der Expansion ist, dass sie viel Zeit und Geld kostet, was Stress verursachen kann. Manchmal arbeitest du monatelang ohne freie Tage. Aber wenn es dir gelingt, dein Unternehmen erfolgreich zu erweitern, kannst du stolz darauf zurückblicken. Mit Motivation und Durchhaltevermögen kann Freelancing eine hervorragende Sprungbrett zu einem Unternehmen mit Personal und höheren Umsätzen sein. Hältst du die Einstellung von Personal für zu riskant? Dann ist das Auslagern von Arbeit eine gute Möglichkeit, dennoch zu wachsen.