Als Freelancer ist es regelmäßig erforderlich, eine Zeitschätzung abzugeben. Dies bestimmt nicht nur den Preis deines Auftrags, sondern auch die Frist. Besonders für angehende Freelancer kann dies eine Herausforderung darstellen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Faktoren, die dir dabei helfen können.

Warum eine gute Zeitschätzung wichtig ist

Für dein Angebot hast du wahrscheinlich bereits eine grobe Zeitschätzung vorgenommen. Sobald du den Auftrag erhalten hast, wird erwartet, dass du ein konkretes Enddatum angibst. Du musst klar angeben können, wie viel Zeit du benötigst, um das Projekt vollständig abzuschließen. Mit zunehmender Erfahrung wird dies einfacher, aber als Anfänger hast du oft noch keine Erfahrung mit Zeiterfassung, was die Schätzung erschwert. Eine präzise Schätzung ist entscheidend, denn eine falsche Einschätzung kann Probleme verursachen. Da du mit einem Stundensatz arbeitest, beeinflusst dies den Gesamtbetrag und kann dich bei zukünftigen Aufträgen unter Zeitdruck setzen.

Teile den Auftrag in übersichtliche Teile

Um die benötigte Zeit besser einschätzen zu können, teile das Projekt in verschiedene Komponenten auf. Diese unterteilst du dann in übersichtliche „Portionen“. Besonders wenn du wenig Erfahrung hast, hilft dies, nichts Wichtiges zu übersehen. Es zeigt auch deinem Kunden, wie du arbeitest und wofür sein Budget verwendet wird. Diese Transparenz stärkt deine Geschäftsbeziehung. Vergiss nicht, auch Zeit für Kundenkontakt, Abstimmungen mit anderen Parteien, Recherche und Bestandsaufnahme einzuplanen.

Berücksichtige zusätzliche Arbeiten

Sobald du den Auftrag aufgeteilt und die benötigte Zeit pro Teil geschätzt hast, kannst du ein realistisches Enddatum festlegen. Ein häufiger Fehler ist zu denken, dass ein Projekt von vierzig Stunden in einer Arbeitswoche abgeschlossen werden kann. Selbst ohne andere Verpflichtungen ist das oft unrealistisch. Kleine Aufgaben wie E-Mails beantworten, Rechnungsstellung, Kundenkontakt und Marketing kosten ebenfalls Zeit. Plane daher etwa 30% deiner Arbeitswoche dafür ein. Für jede drei Stunden Projektarbeit solltest du also eine Stunde für diese zusätzlichen Arbeiten einplanen.

Bestimme die Dringlichkeit deines Auftrags

Bei der Festlegung deiner Frist ist es wichtig, die Dringlichkeit des Auftrags im Vergleich zu anderen laufenden Projekten zu bestimmen. Ordne deine Aufträge in deinem Kalender nach Priorität. Einige Aufträge haben Vorrang, weil sie mehr Ertrag bringen, von einem interessanten Kunden stammen oder dringend sind.

Denk immer daran, dass der Kunde dich bezahlt, um einen Auftrag auszuführen. Es ist deine Verantwortung, nicht nur Qualität zu liefern, sondern auch pünktlich zu sein. Mach daher eine realistische Einschätzung und vermeide das Überschreiten des Zeitplans. Wenn du konsequent pünktlich mit guter Qualität lieferst, stärkt das deinen Ruf. Hast du dennoch regelmäßig Zeitprobleme? Dann kann es sich lohnen, an deiner Produktivität zu arbeiten.