Als Freelancer ist es entscheidend, deine Position auf dem Markt gut zu verstehen. Dies erreichst du, indem du sowohl dich selbst als auch deine Konkurrenten betrachtest und klar definierst, wofür du stehst und wen du erreichen möchtest. So weckst du das Interesse deiner Zielgruppe.
Promotion ist unverzichtbar
Viele angehende Freelancer finden ihren ersten Auftrag über ihr persönliches Netzwerk, wie Familie, Freunde und Bekannte. Dieses Netzwerk ist essenziell, wenn du gerade mit Freelancing beginnst. Mit der Zeit ist es jedoch wichtig, auch andere Promotionskanäle zu nutzen, um neue Interessenten zu erreichen. Stelle sicher, dass potenzielle Auftraggeber dich als Freelancer leicht finden können. Die Referenzen früherer Kunden sind ein kraftvolles Marketinginstrument, aber du möchtest natürlich mehr Kunden anziehen. Daher ist es wichtig, dass potenzielle Auftraggeber Interesse an dir entwickeln.
Definiere deine Zielgruppe
Bevor du mit der Promotion beginnst, solltest du klar haben, welche Kunden du ansprechen möchtest. Richtest du dich an kleine Unternehmen oder eher an große Organisationen? Gibt es eine Marktlücke, die du nutzen kannst? Überlege, welche Aufträge dir am meisten Freude bereiten, welche Unternehmen gut bezahlen und ob du bereits bestehende Kontakte hast, die dir helfen können. Berücksichtige auch deine Erfahrungen, Arbeitsweise und Fähigkeiten: Passen diese zu einem bestimmten Typ von Unternehmen? Auf Basis dieser Kriterien kannst du eine konkrete Zielgruppe definieren, in der du als Freelancer die besten Chancen hast.
In einer Nische arbeiten
Einige Freelancer entdecken im Laufe der Zeit eine Zielgruppe, die sie ursprünglich nicht geplant hatten. Diese spezifische, oft kleine Zielgruppe nennen wir eine „Nische“. Es kann sein, dass du einen Kunden in einem bestimmten Sektor hast und dann immer mehr Aufträge aus diesem Sektor erhältst. Im Laufe der Zeit besteht dein Kundenstamm hauptsächlich aus Kunden aus dieser Nische. Wenn du mit Freude arbeitest und die Kunden zufrieden sind, musst du dir keine Sorgen um das Fehlen anderer Kunden machen: Du lieferst offensichtlich Qualität. Ein großer Vorteil einer Nische ist, dass du zunehmend als Experte in diesem Sektor wahrgenommen wirst. Dank dieser Expertise kannst du letztendlich sogar deinen Stundensatz erhöhen.
Fokussiere dich auf deine Zielgruppe
Stelle für jeden potenziellen Kunden ein einzigartiges Arbeitsportfolio zusammen. So wie ein Bewerber seinen Lebenslauf an die geforderte Erfahrung anpasst, tust du das auch als Freelancer. Bestimme, welche Fähigkeiten am besten zu dem spezifischen Kunden passen, und lege hier den Fokus. Nenne nur, was relevant ist, und lasse überflüssige Informationen weg.
Übe deinen Elevator Pitch
Stelle sicher, dass du immer einen Elevator Pitch parat hast. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Akquise. Diese kurze, prägnante Botschaft solltest du in dreißig bis sechzig Sekunden präsentieren können, als wärst du in einem Aufzug. Ein guter Pitch ist nützlich bei E-Mail-Vorschlägen oder wenn du einen potenziellen Kunden auf einer Netzwerkveranstaltung triffst. In dieser kurzen Präsentation bewirbst du dein Unternehmen, deine Arbeit und deine Erfahrungen. Richte dich, wie bereits erwähnt, auf deine Zielgruppe aus. Wenn Preise für einen Kunden wichtig sind, betone, dass deine Dienstleistungen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Legt der Kunde Wert auf die neuesten Trends? Zeige dann, dass du diese genau verfolgst.
Sei dir deiner Ausstrahlung bewusst
Als Freelancer bist du dein eigenes Unternehmen und machst aus dir eine Marke. Passe deine Sprechweise und Kleidung an die „Dresscode“ in deiner Branche an. Während eines Gesprächs mit einem Kunden sprichst du schließlich anders als mit einem Freund in der Kneipe. Informiere dich über die Unternehmenskultur deines Gesprächspartners. Große, etablierte Unternehmen haben in der Regel einen professionellen, geschäftlichen Kleidungsstil. Bei informelleren Unternehmen, wie einer trendigen Modemarke, kannst du besser modisch und etwas legerer gekleidet und gesprochen auftreten.
Gehe netzwerken
Als Freelancer musst du immer bereit sein, dich und dein Unternehmen zu bewerben. Du weißt nie, wann du jemanden triffst, der ein potenzieller Kunde ist oder jemanden kennt, der es sein könnte. Egal, ob auf einer Feier, während einer Netzwerkveranstaltung, im lokalen Café oder im Tennisclub: Sei immer vorbereitet, über dein Freelance-Unternehmen zu sprechen. Dein Elevator Pitch kommt dann gut zum Einsatz! Stelle auch sicher, dass du immer Visitenkarten bei dir hast. Diese sollten in deinem Corporate Design gestaltet sein, relevante Informationen enthalten und ein gängiges Format haben. Eine Visitenkarte ist schließlich dein Aushängeschild. Achte darauf, dass sie immer ordentlich aussieht, ohne Flecken oder Falten.
Sei dir als Freelancer deiner Positionierung auf dem Markt bewusst. Dies ist nicht nur wichtig, um das Interesse deiner Zielgruppe zu wecken, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil von erfolgreichem Marketing.